Reportagen

Peace Counts entsendet Reporter und Fotografen in Konflikt- und Postkonfliktregionen. Sie berichten über erfolgreiche Friedensmacher und ihre Methoden. Im Fokus stehen mögliche Lösungen von Gewaltkonflikten. Bislang arbeiteten die Teams in mehr als 30 Ländern von A wie Afghanistan bis Z wie Zypern. Die Reportagen werden crossmedial veröffentlicht: in Qualitätsmagazinen, Hörfunk, Fernsehen und im Internet.

1, Rue Boustan El Maksi, Le Caire

Muslim und Kopte – Brüder im Geiste

Ein halbes Jahr nach der Revolution ist Ägypten immer noch nicht zur Ruhe gekommen. Ein Jesuitenpater und ein Islamgelehrter setzen sich in Kairo für Frieden zwischen den Religionen ein. Ohne Predigten oder Heilsversprechen. Von Sara Mously

Nach dem Ballverlust

Fatuma Abdulkadir Adan organisiert in Kenia Fußballturniere, bei denen verfeindete Stämme in gemischten Teams zusammenspielen. Sie weiß: Ein Ball kann mehr ins Rollen bringen als zähe Verhandlungen. Von Susanne Stiefel

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Mateo will leben

In der Koka-Hauptstadt Medellín in Kolumbien zeigt eine Initiative von über achtzig Hip-Hoppern, wie sich Jugendliche Respekt erobern können: Mit dem Mikro – statt mit Drogen und Gewalt. Von Tilman Wörtz

Mission hinter den Kulissen

Im Süden von Thailand bekämpfen Milizen zugewanderte Muslime. Im Norden bekriegen sich königstreue Gelbhemden monarchistische Rothemden. Gothom Arya sorgt dafür, dass die verfeindeten Parteien miteinander reden. Von Uschi Entenmann

Ein Volk sitzt zu Gericht

In Ruanda schlichteten früher die Gacacas, die Grasgerichte, Streitereien um ein verkauftes Kalb oder ein Stück Land. Heute stehen Mörder und Vergewaltiger vor den Laienrichtern. Von Bernd Hauser

Aus Feinden werden Nachbarn

Omar Abu Zaid ist ein Muhakim, arabisch für Richter oder Schiedsrichter, eine Institution mit Tradition in Ägypten. Er ist 70 Jahre alt und Oberhaupt einer der wichtigen Familien im Nildelta. Er macht Feinde wieder zu friedlichen Nachbarn, findet weise Worte der Versöhnung. Von Patrick Hemminger

Im Namen der Frau

Auf dem Weg vom Nochkriegsland zum Nachkriegsland haben die Tschetschenen ihre Frauen links liegen lassen. Liphan Bassajewa, Gründerin der Organisation „Würde der Frau“, räumt auf mit alten Traditionen und neuen Moralpredigten. Im Notfall zieht sie auch für wenige Minuten eine Hose an. Von Diana Laarz

Radio Ushirika funkt dazwischen

Mitten im Rebellenland der Demokratischen Republik Kongo sendet „Radio Ushikira“ versöhnliche Töne. Der Sender wird von Ehrenamtlichen betrieben und spricht in allen Sprachen der miteinander verfeindeten Gruppen. Von Philipp Mausshardt